Albert muss nach Hause

Elsie in einem schicken Kleid auf dem Trittbrett eines schicken Autos. Das war in Orlando während ihrer "Buddy-Zeit". Wenig später sollte Buddy fortgehen, und sie sollte nach West Virginia zurückkehren und Homer heiraten.
Elsie in einem schicken Kleid auf dem Trittbrett eines schicken Autos. Das war in Orlando während ihrer “Buddy-Zeit”. Wenig später sollte Buddy fortgehen, und sie sollte nach West Virginia zurückkehren und Homer heiraten.

Titel: Albert muss nach Hause

Autor: Homer Hickham

Verlag: Harper Collins

Wort.boutique Rating: 

Originalität:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Spannung:3 out of 5 stars (3,0 / 5)
Sprache:3 out of 5 stars (3,0 / 5)

Kaufempfehlung: nein

Leseempfehlung: im Alltag


Elsie Levander Hickam, verheiratet mit Homer Hickam, kämpft – anscheinend ihr ganzes Leben lang – damit, nicht Buddy Ebsen (den berühmten Tänzer und Schauspieler) sondern Homer Hickam, einen Bergwerkarbeiter, geheiratet zu haben. Homer Hickam, der Jüngere, erzählt in diesem Buch, wie Buddy sich nach der Hochzeit seiner ehemaligen Freundin gezielt und direkt in ihr Leben, ihr Bewusstsein, ihren Alltag und in ihr Herz schleicht: Er schenkt ihr einen jungen Alligator. Ein Gruß aus Florida nach West Virginia.

Albert, das lebendige Reptil und Hochzeitsgeschenk der jungen Elsie, beginnt ganz seiner natürlichen Bestimmung nach zu wachsen. Eines Tages wird ihm die heimische Badewanne zu klein. Homer kämpft mit dem Tier, das sich so gar nicht seiner Autorität unterordnen möchte. Nach langem hin und her entschließen die beiden – im Jahr 1935 – Albert zurück nach Florida zu bringen, um ihm ein schönes Zuhause zu geben.

So waghalsig “die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes, seiner Frau und ihres Alligators” klingt, Homer Hickam (der Jüngere und Autor) lässt keinen Zweifel daran, dass Homer, Elsie und Albert wirklich gemeinsam in Florida angekommen sind. Was genau auf dieser Reise wirklich passierte und ob die Erzählerin Elsie ihre Geschichten, die sie ihrem Sohn Jahrzehnte später erzählt hat, eventuell mit dem ein oder anderen Abenteuer, das wohl etwas heldenhafter in Erinnerung geblieben war, oder mit manch nie wirklich gewordenen Wunsch ausgeschmückt hat, möchte ich nicht beurteilen.

Was ich aus dieser Geschichte für mich mitgenommen habe: Ein Bergwerkarbeiter kann eine Frau viel glücklicher machen als ein berühmter Schauspieler, wenn gemeinsame Erfahrungen (schöne wie schreckliche) das Paar zusammenschweißen und die Umworbene sich ganz klar und bewusst macht, was eine Zukunft mit dem Mann bedeutet, welcher die Strapazen dieser Reise ihretwegen auf sich nimmt.

 

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