Bade. Wonne.

Von der Sehnsucht, Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Vor zwei Jahren organisierte ich mit einer sehr guten Arbeitskollegen-Freundin ein großes Event. 60 Autos waren mit knapp 70 Fahrern drei Tage lang im Einsatz, um die VIPs der Welt zu einer großen Veranstaltung und mehreren Rahmenevents im Laufe dieses Wochenendes zu bringen.

Oben drauf war uns die Veranstaltungsstadt unbekannt und manche Straßen wurden für den gegebenen Anlass neu inszeniert. Eine Fahrtrichtungsänderung auf der größten Einbahnstraße dieser Hauptstadt war nur ein Teil der Herausforderungen, die wir zu meistern hatten.

Ein paar Eckdaten:

  • Das Outfit: bequem, schick, dem Anlass entsprechend vornehm
  • Der Kofferraum unseres Dienstfahrzeuges: winzig klein, da die restlichen Meter der Limousine für luxuriöse Ausstattung und komfortables “Mit”-Reisen genutzt wurden
  • Zeit für Privates: gleich null (In der längsten Nacht habe ich 4 Stunden geschlafen)
  • Umso erstaunlicher: das Gepäck meiner Kollegin. Neben ihrer kleinen Reisetasche für Kleidung, Schuhe und Pyjama hatte sie eine ca. gleichgroße zweite Tasche für Badeutensilien mit

Meine herblassende Bemerkung darüber, dass sie dafür so und so keine Zeit hätte, bereute ich schnell. Zu meinem großen Erstaunen managte sie als gut gelaunte und relaxte Organisatorin nahezu das gesamte Event (mehr oder weniger alleine) und sah dabei auch noch umwerfend gut und erholt aus. Beneidenswert! Die Zutaten dafür befanden sich in der Badetasche (die richtigerweise wohl als Badekoffer bezeichnet werden sollte): Badekugeln, Badeöl und viele weitere entspannende Gimmicks für die nasse halbe Stunde zwischen den Pflichteinsätzen trugen ihren großen Teil dazu bei.

Seither reserviere ich für jede Dienstreise ein Hotelzimmer mit Wanne. Diese Zeit für mich alleine, im warmen, kuscheligen und schummrigen Hotelbadezimmer hat mir ein Zuhause auf Events geschenkt und war mir eine Ruheoase an unzähligen Tagen, die von knallharten Verhandlungen, lärmenden Messebesuchern und körperlich anstrengenden Events geprägt waren.

 

Eintauchen und runterkommen.
Eintauchen und runterkommen. Illustriert von einem Entspannungs-Profi: http://mylifeintinyillustrationsblog.wordpress.com

 

Die Badewanne – eine Wonne!

Was ich für mich daraus gelernt habe? Auch heute (ich arbeite weit nicht mehr so viel wie damals) ist die Wanne ein so angenehmer und entspannender Tagesausgleich. Wasser an. Licht aus. Türe zu.

Meine Badewanne muss nicht von einem stressigen Arbeitstag begründet sein, sondern allein aus der Sehnsucht, Zeit mit mir selbst zu verbringen.

Ich schicke den Kopf mal unter Wasser. Ich bin so viel schwereloser in dem Element, das alles leichter werden lässt. Sorgen und Ängste haben in meiner Wanne gar keinen Platz. Mein Tipp für all jene, die mal günstigen Wellness-Urlaub machen möchten! Nebenbei riecht man hinterher meistens auch besser 😉

Und Badekugeln sind das ideale Geschenk für liebe Kolleginnen, Mütter, Freundinnen, Omas oder Tanten, die sich gerne eine nasse Auszeit gönnen!

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