Liebesflut

 

 

Wo die Flut sich durch die Stadt zwängt und ihr Pegel stetig steigt,

sitzen sie gespannt am Ufer – Hand in Hand – und tauchen ein.

Voller Lust auf Leben, Liebe und auf das Zusammen-sein

 

Wir beide kriegen Atemnot und tasten uns nur langsam ran,

sitzen einander gegenüber, jeder am sichern Ufer-Rand.

Wagemutig tauchen wir die Versen in die hohe Flut,

Halten uns verzweifelt fest – doch irgendwie fehlt uns der Mut.

 

Wo Ellbogen hinterrücks den schmalen Körper stützen 

Streckt man sich zaghaft vorne nach dem Wasser

vorsichtig! Nur mit gestreckten Zehenspitzen.

 

Was uns verbindet ist viel mehr als nur die kalte Angst,

wir schau’n einander in die Augen und halten diese Blicke lang.

Wortlos ganz genau zu wissen, wie sich der andere jetzt fühlt,

heißt dann: sich fallen lassen können, ohne berechnendes Kalkül.

 

Sich durch tiefe Täler durch zu tragen,

an schönen und weniger guten Tagen,

ist doch auch schon: etwas wagen

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