Marionetten-Spieler


Ich will ein Gedicht zu diesem Bild

Kurz und knackig erreichte mich die Auftragserteilung per whatsapp. Aber ihr kennt das bestimmt. Wer auf den richtigen Zeitpunkt zum Schreiben wartet, der fängt nie an. Herausgekommen ist ein wirklich facettenreiches und tiefgründiges Gedicht, auf das ich sogar ein bisschen stolz bin. Sag mir gerne, was du davon hältst 🙂


Marionetten-Spieler

Von oben auf das Spielzeug blickend,

ziehend, drehend, neigend, kippend,

Bewegung, Stillstand, Innehalten,

kannst du fremdes Glück verwalten.

Denn, wenn du spielst, verändern sich

Gegenwart, Zukunft und das bisschen vom „ich“.

Und auch, wenn du die Puppe führst,

verändert dich, was du berührst.

Am seidenen Faden hängt ein jedes Leben –

oder am Netz, das wir daraus weben.

Fängt dieses dich auf oder fängt es dich ein?

Wirst du der Spieler oder die Marionette nur sein?

Hat jemand anderes erst die Finger im Spiel,

bleibt dir, als dem Spielzeug, meist nur dein Gefühl.

Verantwortung, Schuld oder Last gibst du ab,

und fällst an den Seilen ins Leben hinab.

Wem spielst du die Fäden in die führende Hand?

Deinem Herz, deinem Bauch oder deinem Verstand?

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